Ayurveda & Yoga
Immer wieder haben wir die Wirkung alternativer Heilverfahren mit einer sicheren westlichen Schulmedizin verknüpft. So sehen wir auch die Einbeziehung von Ayurveda und Yoga in unseren klinischen Krankenhausalltag von der operativen Behandlung über die konservative Therapie bis hin zur Behandlung von Krebserkrankungen.
Ayurveda

„Gutes und schlechtes Leben; glückliches und unglückliches Leben; das, was dem Leben zu- bzw. abträglich ist, das Maß des Lebens und seiner Komponenten, und das Leben selbst – wo all dies erklärt wird, das nennt man Ayurveda.”
( Caraka Samhita I. 1.41)
Diese alte, umfassende Gesundheitslehre vermittelt uns das Wissen vom Gleichgewicht der Bioenergie und zeigt den Weg für ein Leben im Einklang mit der Natur, was gerade für den kranken Menschen enorm wichtig ist.
Der Ayurveda offenbart seinen ganzheitlichen Ansatz in der Lehre von den 3 Doshas (Bioenergien), genannt Vata, Pitta und Kapha. Diese 3 Doshas sind energetische Prinzipien, welche alle Funktionen und Abläufe im Körper steuern. Da sie als Substanzen nicht fassbar sind und weitreichende Auswirkungen auch auf alle geistigen und seelischen Vorgänge haben, können wir sie nur an den Eigenschaften und Wirkungen, welche sie im Körper hervorrufen erkennen. Darauf aufbauend entwickeln wir unsere Therapie und Diagnostikstrategie zur Harmonisierung nicht nur in Gynäkologie und Geburtshilfe sondern im Bereich der gesamten operativen und konservativen Medizin.
Unsere westliche Schulmedizin fügt sich problemlos in den weitgesteckten Rahmen des Ayurveda ein, da dieser jegliches Wissen, das sich mit dem Leben befasst, beinhaltet. So hat auch die Schulmedizin ihren wichtigen Platz im Rahmenwerk des Ayurveda, insbesondere im Bereich der Akutversorgung.
Im Gegensatz zur Schulmedizin wird im Ayurveda mit naturheilkundlichen Mitteln therapiert, also mit pflanzlichen und mineralischen Medikamenten, umfangreichen ausleitenden Verfahren, äußeren Anwendungen, manueller Therapie, Ernährungsempfehlungen und Verhaltensratschlägen für das tägliche Leben.
Mit diesen Strategien lassen sich erstaunliche Erfolge erzielen, vor allem bei Erkrankungen, die in unserem Medizinsystem als schwer behandelbar gelten und einen hohen Kosten- und Zeitaufwand sowie eine kaum mehr zu überblickende Fülle an Nebenwirkungen zeitigen. So sprechen vor allem chronische Erkrankungen sowie funktionelle Störungen mit psychischer Komponente hervorragend auf die ayurvedischen Behandlungsstrategien an.
Yoga

Yoga – die „Schwester“– Wissenschaft des Ayurveda- soll die drei Komponenten der individuellen Persönlichkeit: Körper, Geist und Seele miteinander wieder in Bezug bringen. Jede Krankheit ist unter anderem gekennzeichnet durch eine Dissoziation, ein „Auseinanderfallen“ dieser drei elementaren Komponenten. Im Sanskrit bedeutet „Yoga“ nämlich: Verbindung, Verknüpfung.
Yoga ist eine einfach zu praktizierende Möglichkeit, Entspannung und Ruhe zu finden, wahrnehmen zu können und sie dadurch bewusster und aktiver zu gestalten. Es unterstützt den Weg der Selbstfindung und der Selbstverwirklichung.
Da eine bewusste aktive Lebensführung wichtig ist für die physische und psychische Gesundheit des Menschen, ist der Einsatz von Yoga für kranke Menschen sinnvoll und wichtig. Jeder Mensch kann Yoga praktizieren; sei es mit Hilfe von Atem-, Körperübungen oder einer stillen Meditation – das Spektrum von Yoga ist so umfassend, dass jeder die Möglichkeit hat, Hilfe zur Selbsthilfe zu finden.
Wer Yoga länger praktiziert, kann es auch als spirituellen Weg erleben und dadurch zu einer Sinnfindung für sich persönlich gelangen, die elementar jeden Genesungsprozess positiv beeinflusst.
Ayurveda-Angebote:
- Info-Stunde Ayurveda (monatlich)
- Ärztliche Konsultation (Konstitution, Pulsdiagnostik, Behandlungsplan)
- abhyanga (manuelle Therapie)
- Marma Massage
- karna purana (Ohrbehandlung)
- netra tarpana (Augenbehandlung)
- shirobasti (Kopfbehandlung)
- shirodhara (Stirnölguß)
- katibasti (Rücken- und Wirbelsäule)
- upanaha sveda (Packungen bei rheumatischen Erkrankungen)
- uzhichil (südindische Massage)
- kizhi (Kräuterbeutel-Therapie)
- garshana (Seidenhandschuh-Massage)
- udvartana (Pulver-Massage)
- svedana (Schwitz-Behandlung)
- Meditation
- Yoga
- Panchakarma-Kuren
- medikamentöse ayurvedische Therapie


